THG Quote & Förderungen 2026: Selbermachen oder Fachbetrieb beauftragen? Der Kostenvergleich
Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Kontext der Energiewende und der Förderung von Elektromobilität. Ab 2026 stehen Fahrzeughaltern in Deutschland verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um die eigenen CO₂-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig finanziell von diesen Maßnahmen zu profitieren. In diesem Artikel beleuchten wir die Optionen für den Selbstbau und die Beauftragung eines Fachbetriebs, um die THG-Quote zu sichern und vergleichen die damit verbundenen Kosten und Vorteile.
Was ist die THG-Quote?
Die THG-Quote ist ein Instrument der deutschen Bundesregierung, das die Reduktion von Treibhausgasen im Verkehrssektor fördern soll. Fahrzeughalter, die ein Elektrofahrzeug (EV) besitzen, können durch die Einsparung von CO₂-Emissionen eine Quote generieren, die sie an Unternehmen verkaufen können, die ihre Emissionsziele nicht erreichen. Diese Vorgehensweise bietet eine finanzielle Entschädigung für die Nutzung von emissionsfreien Fahrzeugen.
Förderungen im Jahr 2026
Für das Jahr 2026 können Fahrzeughalter von verschiedenen Förderprogrammen profitieren. Die wichtigsten Programme sind:
- KfW 458: Förderung für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur.
- KfW 261: Zuschüsse für private Ladestationen.
- BAFA-Förderung: Zuschüsse für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride.
Die genauen Förderbeträge können variieren, aber beispielsweise können für die KfW 458 bis zu 9.000 € für Elektroautos und bis zu 1.000 € für Wallboxen beantragt werden. Die BAFA bietet Zuschüsse von bis zu 6.000 € für vollelektrische Fahrzeuge an.
Selbermachen oder Fachbetrieb beauftragen?
Die Entscheidung, ob man die THG-Quote selbst generieren oder einen Fachbetrieb beauftragen möchte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der eigenen technischen Fähigkeiten, der verfügbaren Zeit und der finanziellen Rahmenbedingungen.
Selbermachen
Der Selbstbau einer Wallbox oder die Beantragung der THG-Quote kann Kosten sparen. Ein DIY-Projekt kann in der Anschaffung günstiger sein, insbesondere wenn man bereits über die notwendigen Werkzeuge und Kenntnisse verfügt. Die Kosten für eine selbstgebaute Wallbox belaufen sich auf etwa 600 € bis 1.200 €, abhängig von der Qualität der Komponenten.
Fachbetrieb beauftragen
Die Beauftragung eines Fachbetriebs hat den Vorteil, dass die Installation professionell durchgeführt wird und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Ein Fachbetrieb kann auch bei der Beantragung der THG-Quote unterstützen. Die Kosten für die Installation durch einen Fachbetrieb liegen im Durchschnitt zwischen 1.200 € und 2.500 €, abhängig von der Komplexität der Installation und den verwendeten Materialien.
Kostenvergleich
| Leistungsart | Selbermachen | Fachbetrieb |
|---|---|---|
| Installation Wallbox | 600 € - 1.200 € | 1.200 € - 2.500 € |
| Förderung KfW 458 | Bis zu 9.000 € (je nach Fahrzeug) | Bis zu 9.000 € (je nach Fahrzeug) |
| Förderung KfW 261 | Bis zu 1.000 € | Bis zu 1.000 € |
| THG-Quote pro Jahr | Ca. 300 € - 600 € | Ca. 300 € - 600 € |
| Amortisationszeit | 2-4 Jahre | 3-5 Jahre |
Fazit
Die Entscheidung, ob man die THG-Quote selbst generieren oder einen Fachbetrieb beauftragen sollte, hängt von persönlichen Präferenzen und Umständen ab. Während der Selbstbau initial kostengünstiger sein kann, bietet die Beauftragung eines Fachbetriebs Sicherheit und eine professionelle Umsetzung.
Beide Optionen ermöglichen es, von der THG-Quote und den Förderungen zu profitieren, vorausgesetzt, die gesetzlichen Vorgaben werden eingehalten.