Ladekarten & Ladestrom Tarife: Die 5 häufigsten Fehler und wie Sie diese vermeiden
Immer mehr Deutsche entscheiden sich für ein Elektroauto. Damit einhergehend steigt die Notwendigkeit, sich mit den verschiedenen Ladekarten und Ladestromtarifen auseinanderzusetzen. Viele Käufer machen jedoch häufig Fehler, die zu hohen Kosten oder unzureichender Ladeverfügbarkeit führen können. In diesem Artikel beleuchte ich die fünf häufigsten Fehler und gebe Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie diese vermeiden können.
1. Fehlende Marktübersicht
Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Recherche vor der Auswahl einer Ladekarte. Der Markt bietet zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen, Konditionen und Netzabdeckungen. Viele Nutzer sind sich nicht bewusst, dass es erhebliche Unterschiede in den Preisen pro kWh und den monatlichen Grundgebühren gibt. Beispielsweise variieren die Kosten für Ladetarife im Jahr 2026 zwischen 0,39 € und 0,69 € pro kWh, abhängig vom Anbieter und den gewählten Zusatzleistungen.
2. Unzureichende Berücksichtigung des Ladeverhaltens
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Vernachlässigung des eigenen Ladeverhaltens. Wer häufig auf Langstrecken fährt, benötigt möglicherweise einen anderen Tarif als jemand, der ausschließlich zuhause oder am Arbeitsplatz lädt. Viele Anbieter bieten spezielle Tarife für Viel- oder Wenigfahrer an. So kann ein sogenannter Flatrate-Tarif für Vielfahrer, der im Jahr 2026 etwa 99 € pro Monat kostet, für den gelegentlichen Nutzer deutlich teurer sein.
3. Mangelnde Beachtung der Netzabdeckung
Ein oft übersehener Aspekt ist die Netzabdeckung der Ladestationen. Nicht jeder Anbieter hat flächendeckend Ladesäulen in Deutschland. Anbieter wie Ionity oder EnBW haben beispielsweise ein großes Netz, während kleinere Anbieter regional beschränkt sind. Vor der Auswahl sollten Sie daher Ihren Wohnort und Ihre häufigen Reiseziele überprüfen, um sicherzustellen, dass ausreichende Lademöglichkeiten bestehen.
| Anbieter | Monatliche Grundgebühr (€) | Preis pro kWh (€) | Netzabdeckung |
|---|---|---|---|
| Ionity | 0 | 0,79 | Flächendeckend in Deutschland |
| EnBW | 0 | 0,49 | Flächendeckend in Deutschland |
| Plugsurfing | 9,99 | 0,39 | Regional |
| NewMotion | 0 | 0,49 | Regional |
| Maingau | 0 | 0,39 | Regional |
4. Ignorieren von Rabatten und Vorteilen
Viele Nutzer sind sich der verschiedenen Rabatte und Vorteile nicht bewusst, die viele Anbieter offerieren. Dazu gehören beispielsweise Rabatte für bestimmte Zahlungsmethoden oder spezielle Angebote für Elektroautofahrer, die auch andere Dienstleistungen nutzen, wie Carsharing oder Fahrradverleih. Ein Beispiel hierfür ist der Anbieter E.ON, der bei Abschluss eines Ökostromvertrags Rabatte auf die Ladekartenpreise gewährt.
5. Fehlende Flexibilität
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Entscheidung für einen Tarif ohne Flexibilität. Einige Anbieter bieten Verträge mit langen Laufzeiten, oft ein Jahr oder mehr. Dies kann problematisch sein, wenn sich Ihre Ladegewohnheiten oder Ihr Wohnort ändern. Achten Sie daher darauf, Tarife mit flexiblen Laufzeiten oder monatlichen Kündigungsfristen zu wählen.
Fazit: Gut informiert in die E-Mobilität
Die Auswahl der richtigen Ladekarten und Tarife ist entscheidend für eine kosteneffiziente Nutzung Ihres Elektrofahrzeugs. Durch die Vermeidung der typischen Fehler – von unzureichender Recherche bis hin zu fehlender Flexibilität – können Sie nicht nur Geld sparen, sondern auch sicherstellen, dass Sie jederzeit Zugriff auf Lademöglichkeiten haben.