Amortisationsrechner: Wann rechnen sich Ladekarten & Ladestrom Tarife?
Die Elektromobilität ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für ein Elektroauto und stehen vor der Frage, wie sie es am besten laden können. In diesem Kontext spielen Ladekarten und Ladestromtarife eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen nicht nur den Zugang zu öffentlichen Ladeinfrastruktur, sondern auch die individuelle Gestaltung der Kosten. Doch wann genau amortisieren sich diese Investitionen? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Amortisation von Ladekarten und Ladestromtarifen.
Was sind Ladekarten und Ladestromtarife?
Ladekarten sind eine praktische Lösung für Elektroautofahrer, um an öffentlichen Ladestationen Strom zu tanken. Sie bieten Zugang zu einem Netzwerk von Ladesäulen und oft auch zu speziellen Tarifen, die günstiger sind als die Standardpreise. Ladestromtarife hingegen sind spezielle Verträge, die Verbraucher mit Energieanbietern abschließen können, um ihren eigenen Strompreis beim Laden des Elektroautos zu optimieren.
Kosten und Einsparungen im Überblick
Die Kosten für Ladekarten und Ladestromtarife variieren stark. Die Preise für Ladekarten liegen im Jahr 2026 in Deutschland im Durchschnitt zwischen 5 und 10 Euro pro Monat, abhängig von den enthaltenen Leistungen. Ladestromtarife sind in der Regel teurer als die normalen Strompreise, bieten jedoch oft günstigere kWh-Preise an öffentlichen Ladesäulen. Der durchschnittliche Preis für eine kWh Strom liegt 2026 bei etwa 0,38 Euro.
| Aspekt | Durchschnittliche Kosten (2026) | Einsparungen |
|---|---|---|
| Ladekarten (Monatspreis) | 5 - 10 € | 10 - 40% im Vergleich zu Standardtarifen |
| Öffentliche Ladestationen (kWh-Preis) | 0,38 € | Variiert je nach Anbieter |
| Heimladung (kWh-Preis) | 0,30 € | 0 - 10% Einsparung |
Amortisationszeit berechnen
Um die Amortisationszeit für eine Ladekarte oder einen speziellen Ladestromtarif zu berechnen, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:
- Monatliche Kosten der Ladekarte oder des Tarifs
- Durchschnittlicher Stromverbrauch des Elektroautos pro 100 Kilometer
- Jährliche Fahrleistung in Kilometern
- Preis pro Kilowattstunde an der öffentlichen Ladestation
Ein Beispiel: Ein Elektroauto hat einen Verbrauch von 15 kWh auf 100 km und fährt jährlich 15.000 km. Bei einem Preis von 0,38 € pro kWh an öffentlichen Ladesäulen würde der jährliche Kostenaufwand 850 € betragen. Wenn die Ladekarte 10 € im Monat kostet, summiert sich das auf 120 € jährlich. Ohne die Karte würden die Kosten also 850 € betragen. Mit der Ladekarte wären es 730 € (850 € - 120 €). Die Einsparungen betragen in diesem Fall 120 € pro Jahr. Die Amortisationszeit der Ladekarte wäre somit 1 Jahr.
Relevante Gesetzgebung und Förderungen
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2026 fördert den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland. Zudem gibt es Förderprogramme wie die KfW 458 für Wohngebäude, die den Einbau von Wallboxen unterstützen. Förderungen wie das BAFA-Programm für Ladeinfrastruktur können zusätzlich Einsparungen ermöglichen und die Amortisationszeit verkürzen.
Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte
Die Erfahrungen von Elektroautofahrern zeigen, dass die Wahl der richtigen Ladekarte und des passenden Tarifs entscheidend für die Kostenoptimierung ist. Nutzer berichten von Einsparungen von bis zu 40% durch die Nutzung spezieller Ladekarten im Vergleich zu Standardtarifen. Nutzer, die regelmäßig auf Schnellladeinfrastruktur angewiesen sind, profitieren besonders von Tarifen, die günstigere kWh-Preise bieten.
Fazit: Die richtige Wahl treffen
Die Amortisation von Ladekarten und Ladestromtarifen hängt stark von individuellen Fahrgewohnheiten und den spezifischen Tarifen ab. Eine sorgfältige Kalkulation der Kosten und Einsparungen ist unerlässlich. Verbraucher sollten ihre jährliche Fahrleistung, den Stromverbrauch und die jeweiligen Tarife genau analysieren, um die für sie beste Option zu wählen.